Tourismus im Erzgebirge
Der Fremdenverkehr im Erzgebirge entwickelte sich, nachdem im 19. Jahrhundert mehrere Erzgebirgspässe chausseemäßig ausgebaut und auch das obere Erzgebirge durch die Eisenbahn erschlossen wurde.
Auf den höchsten Erhebungen entstanden Berggasthäuser und auch Aussichtstürme. Schon damals entdeckten Skisportler die schneesicheren Kammlagen und Wanderer die Wälder des Erzgebirges.
Heute sind die Schmalspurbahnen, die wie einst mit Dampflokomotiven betrieben werden, beliebte Touristenattraktionen. Zu ihnen gehören Museeumsbahnen wie die Preßnitztalbahn, oder die auch heute noch im Regelverkehr fahrende Fichtelbergbahn.
Die erste Schwebeseilbahn in Deutschland entstand 1924 in Oberwiesenthal, die Fichtelbergschwebebahn. Sie befördert auch heute noch Besucher der höchstgelegenen Stadt Deutschlands, auf den höchsten Berg Sachsens.
Heute existiert im Erzgebirge nicht nur ein dichtes Netz von Wanderwegen, sondern auch ausgedehnte Loipennetze und Abfahrtspisten für den Wintersport.
Alle bedeutenden Sehenswürdigkeiten liegen an der Silberstraße, welche die wichtigste Verbindung zwischen Westsachsen und Dresden zu Zeiten des Silberbergbaus war. Diese Straße wurde als Touristenstraße 1990 wieder zum Leben erweckt. Neben Besucherbergwerken, Bergbaulehrpfaden und einer Vielzahl technischer und heimatkundlicher Museen, liegen vor allem die mittelalterlichen Stadtzentren der alten Bergstädte und ihre bedeutenden Sakralbauten wie der Freiberger Dom, die St. Annenkirche in Annaberg-Buchholz oder die Schneeberger St. Wolfgangskirche an der Silberstraße.
Vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit ist das Erzgebirge mit seinen Traditionen, Weihnachtsmärkten und großen Bergparaden ein beliebtes Reiseziel für Kurzurlauber. (mm)