Barbara Uthmann - die Frau der Klöppelspitzen
Noch heute ist der Name Barbara Uthmann eng mit der Tradition des Spitzenklöppelns verbunden. 1514 als Tochter der Familie von Elterlein geboren, heiratete sie im Alter von 15 Jahren den aus Schlesien stammenden Grubenbesitzer Christoph Uthmann.
Nach dessen Tod übernahm die Mutter von 12 Kindern die Leitung der Gruben. Gleichzeitig wuchs der Bedarf an textilem Luxus, mit dem die Bergleute ihren Reichtum zur Schau stellten. Sie erkannte den aufkommenden Wirtschaftszweig und war als Verlegerin tätig.
Zeitlebens war sie den Armen sehr zugetan. So beschäftigte sie ca. 900 Frauen in Heimarbeit. Wodurch sie einerseits die Spitzenklöppelei bzw. das Bortenwirken im Erzgebirge verbreitete und andererseits verarmten Bergarbeiterfamilien nach dem Untergang des Bergbaus eine neue Erwerbsmöglichkeit bot.
Im Januar des Jahres 1575 verstarb die 61jährige in Annaberg.
Aufgrund ihres Wirkens wird sie auch heute noch als die "Wohltäterin des Erzgebirges" bezeichnet. Zahlreiche Denkmäler und Gedenksteine sind in der Region um und in Annaberg zu finden. Ihre letzte Ehrung erhielt sie im Jahre 2003. Ein Planetoid, der 1998 in der Drebacher Sternwarte von Jens Kandler entdeckt wurde, benannte man nach dessen Bestätigung "Uthmann". (an)